Ratsuchende erhalten wohnortnah Unterstützung
Mit dem auf Initiative der emsländischen Städte und Gemeinden entwickelten Projekt „EmslandCare“ baut der Landkreis Emsland seine Unterstützungsangebote im Gesundheits- und Pflegebereich weiter aus. Nun fiel dafür der offizielle Startschuss. Darauf weist der Landkreis in einer Pressemitteilung hin.
Unter dem Dach der Gesundheitsregion Emsland entstehen in den Rathäusern der Städte, Samtgemeinden und Gemeinden zusätzliche Beratungsangebote mit einer Lotsenfunktion. Dort erhalten Ratsuchende wohnortnah Unterstützung bei Fragen zu psychosozialen Belastungen, Pflege, Demenz oder ähnlichen Themen.
Kern des Projekts sind der Mitteilung zufolge Fachkräfte mit Hintergründen unter anderem aus Pflege, Sozialpädagogik oder Psychologie. Sie würden beraten, zuhören und dabei helfen, passende Unterstützungsangebote zu finden oder Kontakte herzustellen. Medizinische Diagnosen oder Behandlungen gehörten dagegen nicht zu ihren Aufgaben.
Die Sprechstunden in den neuen Anlaufstellen werden jeweils zur Hälfte durch Mitarbeiter des Pflegestützpunktes Emsland sowie der Genial eG übernommen. Die organisatorische Koordination liegt beim Landkreis Emsland.
Die Genial eG rekrutiert derzeit zusätzliches Personal, um das Angebot schrittweise auszuweiten. Bereits ab Januar können in acht Kommunen erste Sprechzeiten angeboten werden: Freren, Emsbüren, Spelle, Rhede, Lingen, Geeste, Twist und Haselünne. In weiteren acht Kommunen sollen die Angebote im Februar starten.
Landrat Marc-André Burgdorf betonte in der Pressemitteilung, dass es das Ziel sei, das Angebot kreisweit und langfristig als festen Bestandteil der regionalen Versorgungslandschaft zu verankern.